Soziale Bewegungen und Gegenöffentlichenkeiten im Web 2.0

Montag, 8. Januar 2007
Frisch eingetroffen: Die Präsentation zum Referat von Juliane Mühling und Sabine Ehrlich über Soziale Bewegungen und Gegenöffentlichkeiten im Web 2.0. Die Datei gibt's als PDF zum Download (2,5 MB).

Hinweis verpasst: Blogstudie 2007

Donnerstag, 21. Dezember 2006
Ich habe einen Tag zu lange geschlafen: Offiziell ging die Online-Umfrage über die Informationssuche in Weblogs gestern zu Ende. Durchgeführt wird die Umfrage vom Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Uni Leipzig (Univ.-Prof. Dr. Ansgar Zerfaß, Janine Bogosyan) in Kooperation mit ask.com Deutschland. Da die Seite www.blogstudie2007.de aber noch online ist, findet sich vielleicht noch der ein oder andere Teilnehmer. Die Frage sind innerhalb von 5 bis 7 Minuten beantwortet.

Wer ist Politblogger II

Donnerstag, 21. Dezember 2006
Wie schon berichtet beschäftigt sich Jan Schmidt ausführlich mit dem Phänomen Blogs und den Menschen, die dahinter stehen. Im Interview mit den Blogpiloten äußert er sich ausführlich über Politblogs. Lesebefehl!

Wie ist Eure Erfahrung mit sozialen Netzwerkdingern?

Donnerstag, 21. Dezember 2006
fragt Nico Lumma. Hintergrund ist dieser Artikel, der mit "Social networks suck" schon mal mit einer klaren Aussage beginnt. Nico Lumma fasst ihn so zusammen:

Die grundlegenden Punkte sind, dass zu viel Werbung einen negativen Effekt hat, das zu viele Features verwirren, dass ein Businessplan und Gerldverdienen eine knorke Idee sind und das letztendlich die Spezialisierung auf eine Nische sinnvoll sind.

Nische? Vielleicht im politischen Bereich? Die FDP hat da ja was im Angebot...

OT: Das Deutsche Olympische Saftblog

Donnerstag, 21. Dezember 2006
Da es am Montag beim Thema Unternehmen und Web 2.0 kurz angerissen wurde, hier die kurze Geschichte des Saftblog:

E-Business-Consultant Martin Röll geht mit dem Geschäftsführer der Kelterei Walther, Jörg Holzmüller, Mittagessen und testet einige Säfte. Dabei erzähle Röll auch von Blogs, Holzmüller ist zunächst skeptisch. Zwei Jahre später (ohne Beratung durch Röll) startet seine Geschäftsführer-Kollegin Kirstin Walther das Saftblog und berichtet dort zusammen mit Holzmüller über die Kelterei, ihre Mitarbeiter, Säfte und auch einiges anderes. Der Erfolg bleibt nicht aus, der Umsatz steigt, die Kunden sind zufrieden.

Im Februar 2006 ist der Beginn der Olympischen Winterspiele in Turin Thema - mit Abbildung der olympischen Ringe. Auch eine Nachbetrachtung zu den Spielen gibt es. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB, ein Zusammenschluss von Deutschem Sportbund und Nationalem Olympischen Komitee) findet das gar nicht witzig und schickt im Dezember 2006 eine Abmahnung an die Saftblogger. Der Vorwurf: Rufausbeutung, Urheberrechtsverletzung, Irreführung, Markenrechtsverletzung. Hintergrund ist (vermutlich) das "Gesetz zum Schutz des olympischen Emblems und der olympischen Bezeichnungen", das dem DOSB die alleinigen Vermarktungsrechte an den olympischen Ringen und anderen olympischen Bezeichnungen einräumt. Genaue Gründe für die Abmahnung sind aber nicht bekannt, die 17 Seiten lange Abmahnschrift ist nicht veröffentlicht. Dennoch oder gerade deswegen: Die Blogosphäre tobt.

Marketing-Blogger Frank Herold wollte helfen und vermitteln. Heraus kam ein Statement des DOSB-Pressesprechers Michael Schirp:

Lieber Saftblog, liebe Blogosphäre,...
...wenn einer eine Marke hat, dann kann er was erleben. Da gibt's Trittbrettfahrer - die gibt's gar nicht. Wir meinen nicht die Schule, die Sommerspiele ausrichtet. Oder den Gastwirt, der den Olympiaspieß grillt. Vielleicht auch nicht den guten Walther-Saft - aber leider konnten unsere Anwälte das noch nicht beurteilen. Weil sich das Unternehmen noch nicht beim Absender gemeldet hat. Schade, denn sonst hätten sie erfahren, dass es in der Vergangenheit viele Fälle gab, bei denen die Abmahnkosten deutlich gesenkt wurden, weil sich herausgestellt hat, dass es sich um einen "kleinen Fisch" handelte.


Robert Basic versteht den Vermittlungsversuch etwas falsch, aber das klärt sich schnell auf.

Nur die Sache Saftblog vs. DOSB blieb unklar, der DOSB hielt an seiner Abmahnung fest. Inzwischen scheint sich aber eine Einigung abzuzeichnen.

Und was hat das jetzt alles mit politischer Kommunikation zu tun? Nichts vielleicht. Vielleicht auch mehr. Diskutieren wir drüber?

Nachtrag 8.1.07:
Inzwischen sind DOSB und Saftblog zu einer Einigung gekommen.

Suchmeldung

Donnerstag, 21. Dezember 2006
In meinem E-Mail-Postfach unter torsten.schoenebaum(ät)gmx.de suche ich noch die Präsentationen von Florian Steglich, Katharina Wicke, Robert Hesse, Juliane Mühling, Sabine Ehrlich sowie Janine Scharf. Ich danke für sachdienliche Hinweise ;-)

Lobbyismus mit Web 2.0

Donnerstag, 21. Dezember 2006
Anja Kobelt stellte in ihrem Referat am 18. Dezember die Frage, ob das Web 2.0 der (politischen) Lobbyarbeit dienlich sein könnte. Intern ja, extern nicht unbedingt, lautet ihr Fazit. Die Präsentation dazu gibt es als PDF-Datei zum Download (ca. 1,5 Mb).

Social Software im Wahlkampf

Donnerstag, 21. Dezember 2006
Albrecht Walther vertiefte am 11. Dezember das, was eine Woche vorher Dietrich Boelter in einem Gastvortrag präsentiert hatte: Wie setzen Parteien im Wahlkampf auf Techniken des Web 2.0? Walthers Präsentation gibt's als PDF-Datei zum Download (ca. 0,5 Mb).

Web 2.0 bei Politikern und Parlamentariern

Donnerstag, 21. Dezember 2006
Nach langer Zeit ein neuer Eintrag. Eigentlich wollte ich mit der Veröffentlichung der Präsentationen zu den jeweiligen Seminarsitzungen warten, bis mir alle zur Verfügung stehen. Das hat nicht geklappt, deswegen jetzt einige einzelne Nachträge.

Ich fange mit Stephan Kühls Vortrag über Politiker und Parlamentarier im Netz vom 27. November an. Die Präsentation gibt es zum Download als PDF-Datei (ca. 0,5 Mb).

Grüne Basiswikipedie

Freitag, 1. Dezember 2006
unter dieser Überschrift schreibt Katharina Koufen in der taz über den Einsatz eines Wikis bei den Grünen. Lesenswert!

Die Regierung bloggt - zum Teil

Donnerstag, 30. November 2006
Am Montag im Seminar noch festgestellt, dass Web 2.0 in der Kommunikationsstrategie der Bundesregierung keine Rolle zu spielen scheint, startet gestern das Arbeitsblog. Gefüllt wird es von Kajo Wasserhövel, Staatssekretär im Arbeitsministerium. Thematisch geht es um den demografischen Wandel und seine Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Kommentare sind möglich - wir dürfen gespannt sein, ob und wie moderiert wird. Bei Volker Kauder scheint man ja mit beleidigenden Kommentaren keine Probleme zu haben, um ein Beispiel vom Montag aufzugreifen.

Via Lummaland

PS und OT: Ich hätte die Präsentationen vom Montag ja schon hier veröffentlicht, aber mir fehlen noch zwei...

Zeitschriftentipp: c't über Glaubwürdigkeit im Web 2.0

Samstag, 25. November 2006
In der am Montag erscheinenden c't gibt es ab Seite 94 einen Beitrag über die Glaubwürdigkeit im Web 2.0. Frank Puscher schreibt über von Walmart bezahlte Blogger und die Frage, wann Nutzer ein Internetangebot als glaubwürdig einstufen. Auch digitale Reputationssysteme spielen eine Rolle. Prädikat: Durchaus lesenswert, auch wenn die Konzentration auf Werbung als Glaubwürdigkeitsproblem etwas einseitig erscheint.

Web 2.0 im Manager Magazin

Samstag, 25. November 2006
Robert Basic hat eine Linkliste zu Artikeln über das Web 2.0 im Manager Magazin zusammengestellt. Teilweise waren die Artikel schon bei Spiegel Online veröffentlicht worden, dennoch bieten sie insgesamt einen sehr guten Einstieg in die Thematik.

Öffentlichkeiten im Netz

Samstag, 25. November 2006
Wie bereits erwähnt, gibt es in Bamberg eine Vortragsreihe zum Thema "Web 2.0 und Journalismus". Sie wird unter anderem von Jan Schmidt organisiert, der jetzt einen Vortrag über die Entstehung von Öffentlichkeiten im Web 2.0 gehalten hat. Ein lesenswerter Beitrag.

Wer ist Politblogger?

Mittwoch, 22. November 2006
Jan Schmidt hat inzwischen zum zweiten Mal zusammen mit der Forschungsstelle neue Kommunikationsmedien eine Umfrage zur Studie "Wie ich blogge?!" durchgeführt. Auf politik-digital stellt er Ergebnisse in Hinblick auf Politblogger vor.

Für eine knappe Zusammenfassung reicht es aus, einen Satz zu zitieren: "Die Befunde zum politischen Engagement machen jedoch deutlich, dass sich vor allem solche Personen in Weblogs politisch informieren und zu Wort melden, die auch anderweitig am politischen Prozess partizipieren."

Einschränkend sei noch erwähnt, dass die Umfrage nicht repräsentativ für die deutsche Blogosphäre. Außerdem mahnt Schmidt selbst weitere Untersuchungen an - es sei zum Beispiel unklar, ob Blogs neue Gegenöffentlichkeiten ermöglichen.

Via netzpolitik.org